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Ban Ki-moon über die UN-Millenniumsziele : In vielen Teilen der Welt wächst die Ungleichheit

28.03.2013 21:41 UhrVon Ban Ki-moon
Ban Ki-moon, der Generalsekretär der Vereinten Nationen.Bild vergrößern
Ban Ki-moon, der Generalsekretär der Vereinten Nationen. - Foto: dpa

Armut und Hunger halbieren, Klimawandel und Krankheiten bekämpfen, mehr Bildung und Frauenrechte. Um die ambitionierten UN-Millenniumsziele zu erreichen, bleibt nicht mehr viel Zeit, meint UN-Generalsekretär Ban Ki-moon im Gastkommentar. Aber es sind auch schon Erfolge erzielt worden.

Am 5. April werden wir einen entscheidenden Moment im Kampf gegen die Armut erleben. Dann sind es noch 1000 Tage, um die Millenniumsentwicklungsziele (MDGs) zu erreichen. Diese acht Ziele sind im Jahr 2000 beschlossen worden. Damals hatten sich die Staats- und Regierungschefs bei den Vereinten Nationen versammelt und darauf geeinigt, Armut und Hunger weltweit zu halbieren, den Klimawandel und schwere Krankheiten zu bekämpfen, für sauberes Trinkwasser und Sanitäreinrichtungen zu sorgen, mehr für Bildung zu tun sowie bessere Chancen für Mädchen und Frauen zu schaffen.

Es war nicht das erste Mal, dass Politiker große Versprechen abgegeben hatten.

Zyniker hatten erwartet, dass die MDGs bald für unerreichbar erklärt werden würden – da sie sehr ambitioniert waren. Doch die Ziele haben bemerkenswerte Ergebnisse erbracht.

Zwölf Jahre später leben 600 Millionen Menschen weniger in extremer Armut. Das ist ein Minus von 50 Prozent. Eine Rekordzahl an Kindern besucht eine Grundschule und zum ersten Mal sind es genau so viele Mädchen wie Jungen. Die Mütter- und Kindersterblichkeit ist gesunken. Durch gezielte Investitionen in den Kampf gegen Malaria, HIV/Aids und Tuberkulose konnten Millionen Menschenleben gerettet werden. In Afrika sank die Zahl der Aids-Toten in den vergangenen sechs Jahren um ein Drittel.

Es gibt aber auch Ziele, bei denen wir deutlich mehr Fortschritt brauchen. Noch immer sterben zu viele Frauen während der Geburt, obwohl wir sie retten können. Noch immer fehlt es in manchen Gebieten an einfachsten Sanitäreinrichtungen. So wird Wasser zu einer tödlichen Bedrohung. In vielen Teilen der Welt wächst die Ungleichheit, und zu viele Menschen bleiben unbeachtet.

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