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Leserdebatte : Wie barrierefrei ist Berlin tatsächlich?

05.12.2012 12:15 UhrVon Johannes Groschupf
Ab hier geht´s für Rollifahrer nicht weiter.Bild vergrößern
Ab hier geht´s für Rollifahrer nicht weiter. - Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Berlin wurde von der EU-Kommission zur "barrierefreien Stadt 2013" gekürt. Welche praktischen Erfahrungen machen Sie - ob mit oder ohne Behinderungen - im öffentlichen Raum? Was ist gelungen? Was bleibt noch zu wünschen?

Barrierefreiheit ist ein Ideal, dem eine Stadt sich allenfalls annähern kann. Auch wenn Rollstuhlfahrer noch nicht auf den Fernsehturm kommen und viele Arztpraxen noch nicht für behinderte Menschen erreichbar sind, wurden die Bemühungen der Stadt jetzt von der EU ausgezeichnet: Sie wählte Berlin unter 100 europäischen Bewerberstädten zur "barrierefreien Stadt 2013".

Dieses Lob der EU ist auch eine Verpflichtung für die Zukunft. Die BVG möchte bis 2020 zu 100 Prozent barrierefrei sein. Der Berliner Senat hat ebenfalls sich bis 2020 zum Ziel gesetzt, Gehwege und Kreuzungen mit Schrägbordsteinen barrierefrei zu gestalten.

Die Stadt muss sich für den absehbaren Wandel der Altersstruktur wappnen: 2020 wird jeder zehnte Berliner älter als 75 Jahre sein. Welche Teilnahme am öffentlichen Leben wird älteren Menschen möglich sein? Der Hauptort für ältere Menschen ist die Wohnung; doch längst nicht alle Mietshäuser haben Aufzüge.

"Design für alle" heißt das Schlagwort für die behördlichen Bemühungen, einen Stadtraum zu schaffen, der für alle Bürger, junge wie alte, Menschen mit und ohne Behinderungen, zugänglich ist. Auch der junge Vater mit einem Kinderwagen steht vor ähnlichen Herausforderungen wie eine Rollstuhlfahrerin oder ein Rollatornutzer. Blinde Menschen haben besondere Bedürfnisse - welche U-Bahnhöfe sind mit Braille-Schrift ausgestattet?

Das Ideal einer Stadt, die für alle da sein sollte, ist jedoch auch eine Kostenfrage. Was sollte sich die Allgemeinheit leisten, damit auch die Bürger mit Behinderungen, ältere Menschen und Familien mit Kindern nicht ausgeschlossen werden?

Liebe Leserinnen und Leser, welche Erfolge und Ärgernisse kennen Sie aus Ihrem Umfeld? Was halten Sie in Zukunft für erforderlich? Welche Kosten halten Sie für vertretbar, um möglichst allen Bürgern die Teilnahme am städtischen Leben zu ermöglichen?

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