Meinung : Angela Merkel: Viel reden, wenig sagen

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Angela Merkel hat, pünktlich zu ihrem Jahresjubiläum als Vorsitzende, vorgestellt, wie die Union 2002 die Wahl gewinnen will. Der Mittelstand soll weniger Steuern zahlen, Eltern sollen viel mehr Geld für Kinder bekommen, im Übrigen will man natürlich die Rentenrefom reformieren. Und die Arbeitslosigkeit nicht zu vergessen, weil Schröder da mehr versprach als er gehalten hat. Weiß man jetzt mehr? Kaum. Ein Programm ist das nicht, ein Wahlkampfprogramm schon gar nicht. Für den Wahlkampf 2002 braucht die Union ein, zwei Themen - wahrscheinlich weiß sie selbst noch nicht, ob das eher Familien oder, größter anzunehmender Unfall, Ausländer sein werden. Und selbst wenn, würde sie es kaum zu früh sagen. Denn Schröders Meisterschaft besteht im Taktischen - darin, die Felder zu besetzen, die die Union will. Da ist sich unser Konsens-Kanzler - siehe "faule Arbeitslose" - für keinen Populismus zu schade. Insofern hat Merkel schlau viel geredet und wenig gesagt.

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