Meinung : Angst und Bange

„Keine Spuren im Sand“ vom 12. Mai

Das ist Polemik. Ich stimme der vereinfachenden Aussage halbwegs zu, dass die „Deutschen“ vor vielem Angst haben. Die Reduzierung auf die „Schuld“ ist willkürlich. Die Beispiele sind genauso einseitig beleuchtet. Die anderen Nationen (USA, F, GB) stellen in Afghanistan die zivilen Opfer nicht so in den Mittelpunkt, das hat es ihren Gegnern umso leichter gemacht, sie als Besatzer zu brandmarken – trotz aller Hilfeleistungen.

In Bangladesch sind über 1000 Menschen beim Einsturz des Hochhauses getötet worden. Ich bin froh darüber, dass deutsche Firmen (wenigstens) um ihr Image und ihren Umsatz fürchten, soweit sie von den todbringenden Arbeitsbedingungen profitiert haben – und dass diese Angst dazu führt, dass Arbeitsbedingungen vor Ort kontrolliert werden.

Walter Lehner, Berlin-Steglitz

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