Anschläge in Afghanistan : Ein klares Vielleicht

Allein die Worte Afghanistan und Tote senken die Angst in die Herzen und Köpfe der deutschen Bevölkerung wieder ein Stück tiefer hinein. Und abermals die Frage: Warum sind Bundeswehr-Soldaten in diesem Land?

Zwei Tage, zwei sehr, sehr blutige Anschläge in Afghanistan. Viele Tote, das heißt Angst und Schrecken für die Menschen, die dort leben. Getroffen hat es den Süden, nicht die Nordregion, wo Deutsche versuchen, den Menschen eine Perspektive zu bieten. Aber allein die Worte Afghanistan und Tote senken die Angst auch in die Herzen und Köpfe der deutschen Bevölkerung wieder ein Stück tiefer hinein. Und abermals die Frage: Warum sind Bundeswehr-Soldaten in diesem Land? An diesem Tag ist aus der Politik ein klares Vielleicht zu hören. Vielleicht sind auch wir bald dort unten. Die Kanzlerin erklärt, „im Augenblick“ sei keine Veränderung des Mandats geplant. Sie setzt die entschiedenen Jeins von der Münchner Sicherheitskonferenz fort. Gewinnt man so die Herzen und Köpfe der Bürger für eine gefährliche Mission? Bundesregierung wie Nato sollten sich schleunigst ihrer selbst vergewissern, was sie in Afghanistan erreichen wollen – und wie. Und dies dann offensiv begründen. Nicht sich öffentlich verbal bekriegen, nicht sich wegducken. Überzeugend ist Politik nur, wenn sie erklärt, was sie warum tut, nicht, wenn sie herumeiert. Schon gar nicht, wenn es um Leben und Tod geht. Das ist Drückebergerei. mue

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