Meinung : Anti-Akw-Bewegung

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Auch die CDU hat nachwachsende Rohstoffe: die Chefs in den Bundesländern. Gut, Friedbert Pflüger ist noch nicht Chef der Berliner Union; aber das wird noch werden. Und eine Art Chef, Fraktionschef, ist er ja doch. Seit einem Jahr Partei- und Fraktionschef ist Christian Baldauf, und zwar in Mainz, in der legendären CDU von Rheinland-Pfalz, der Heimat Helmut Kohls. Diese beiden, Pflüger und Baldauf, die trauen sich was: Beide sagen klipp und klar, dass Atomkraft keine Zukunft hat. Entweder sie sagen das, weil Angela Merkel, die oberste Chefin der Partei und nebenbei Kanzlerin, jetzt auch so denkt, wofür ein Papier aus dem Kanzleramt spricht. Oder aber sie sagen es, um die Partei zur Abkehr von althergebrachten Positionen zu bewegen. Nach der Gleichung Abkehr = Fortschritt. Denn klar ist, dass die CDU viel gewinnen kann, wenn sie sich von der Atomkraft als Option verabschiedet: einen potenziellen neuen Regierungspartner, die Grünen. Das ist für beide Länder, für Berlin wie für Rheinland-Pfalz, eine Chance. Bisher war nämlich das Festhalten an der Nuklearenergie ein Hinderungsgrund für den Versuch, „Jamaika“-Koalitionen zu bilden oder Schwarz-Grün Wirklichkeit werden zu lassen. Und das, obwohl beide Länder selbst gar keine Atomkraftwerke haben. cas

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