Meinung : Anti-amerikanische Demonstrationen: Immer wieder freitags

clw

Zum Thema Online Spezial: Kampf gegen Terror
Schwerpunkt: US-Gegenschlag, Nato und Bündnisfall
Schwerpunkt: Osama Bin Laden
Schwerpunkt: Afghanistan
Schwerpunkt: Islam & Fundamentalismus
Schwerpunkt: Innere Sicherheit
Chronologie: Terroranschläge in den USA und die Folgen
Fotostrecke: Bilder des US-Gegenschlags
Umfrage: Bodentruppen nach Afghanistan? Bisher waren es meist nur die Israelis, die mit Bangen das Freitagsgebet erwarteten. Jetzt schaut die ganze Welt auf eine Region, in der die Ereignisse vor den Moscheen jeden Freitag wieder neu zum Gradmesser für die Befindlichkeit der muslimischen Völker werden. Straßenschlachten in Pakistan; Demonstrationen in den besetzten Gebieten, Iran und Türkei; antiamerikanische Ausschreitungen in Malaysia und Indonesien - trotz der westlichen Beteuerungen, keinen Krieg gegen den Islam zu führen, scheinen viele Muslime das anders zu sehen. Zeigt die im Ton sanfte, aber in der Sache harte Video-Rechtfertigung von Osama bin Laden erste Wirkungen? Noch nicht. Auch in muslimischen Gesellschaften sind es die Extremisten, die sich am lautstärksten zu Wort melden. Selbst wenn die schweigende Mehrheit keine großen Sympathien für Amerika hegt - im Heiligen Krieg gegen den Westen sehen sich die wenigsten. Dennoch ist es klug, dass Präsident Bush den Taliban jetzt eine zweite Chance zur Auslieferung bin Ladens gibt und von einem Masterplan der USA zur Lösung des Nahostkonflikts geredet wird. Denn viel schwerer als der Krieg gegen die Taliban ist der Meinungskampf um die muslimische Öffentlichkeit zu gewinnen.

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