Antirassismus-Konferenz : Der falsche Platz

Am Montag startet die zweite Antirassismus-Konferenz der Vereinen Nationen. Die Bundesrepublik würde daran besser nicht teilnehmen. Ein Kommentar.

Ist es wichtig, dass die Bundesrepublik bei der am Montag beginnenden zweiten Antirassismus-Konferenz der Vereinten Nationen Präsenz zeigt? Ja, argumentieren durchaus berechtigt jene, die meinen, nur wer dabei sei, könne den Verlauf der Veranstaltung in irgendeiner Weise beeinflussen. Nein, halten andere entgegen, die argumentieren, dass man sich nicht jede rassistische Hasstirade anhören muss, nur um dabei zu sein. Das aber ist letztlich der Kern: Seit der ersten Antirassismus-Konferenz 2001 in Durban weiß jeder, dass arabische und muslimische Staaten solche Foren zu einseitigen Verurteilungen Israels umzunutzen suchen. Für Montag hat sich der iranische Präsident Ahmadinedschad angekündigt. Er gestaltet seine internationalen Auftritte immer wieder als Beschimpfung Israels, verbunden mit Vernichtungsdrohungen. Was im Schlusskommuniqué der Konferenz stehen wird, weiß keiner. Was tun? Die Gefahr ist groß, dass die Europäische Union im Widerstreit ökonomischer Interessen und moralischer Prinzipien keine einheitliche Haltung findet. Für Deutschland wäre es besser, seine Delegation führe im Zweifel nicht nach Genf. An Israels Politik gibt es viel zu kritisieren. Aber diese Konferenz ist der falsche Ort dafür. apz

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