Meinung : Anwalt oder Arzt

MÖLLEMANNS GESCHICHTEN

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Guido Westerwelle hat schon Recht: Das Buch, das Jürgen Wilhelm Möllemann geschrieben hat, sollte nicht „Klartext“ heißen, sondern „Durchgeknallt“. Was der vormalige FDPBundesvize und Landesvorsitzende inzwischen so alles behauptet, ist von einer derartigen Qualität, dass man fragen muss, ob hier der Anwalt oder der Arzt gerufen werden soll. Westerwelle vom israelischen Geheimdienst Mossad erpresst, damit Möllemann nicht Außenminister wird – lachhaft. Keiner der seinerzeitigen Kanzlerkandidaten, nicht Gerhard Schröder und nicht Edmund Stoiber, hat daran gedacht, den „Riesenstaatsmann Mümmelmann“, wie Franz Josef Strauß selig ihn nannte, zum Nach-Nach-Nachfolger Hans-Dietrich Genschers zu machen. Ja nicht einmal Genscher selbst, sein langjähriger Förderer. Möllemann bewegt sich nahe am Abgrund des Sagbaren: Bisher waren seine Äußerungen krypto-antisemitisch – jetzt wird er deutlich. Zur Familie der Liberalen gehört Möllemann nicht mehr. Auch nicht mehr zur Familie der Politiker mit aufrechter, sondern jetzt nur noch zu denen mit rechter Gesinnung. Der Fall Möllemann: ein furchtbarer Absturz. cas

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