Meinung : Arbeitsmarkt: Arbeit fürs Bündnis

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Zum Thema Online Spezial: Arbeitsmarkt Deutschland
Umfrage: Schröders Arbeitsmarktpolitik - Nur Wahlkampfgetöse?
Das hatten sie sich so schön ausgedacht in der SPD: Der Kombilohn als Anzahlung auf eine Arbeitsmarktoffensive, und alles wird besser. Und dann passiert das: Gerd Andres, Staatssekretär im Arbeitsministerium und Kanzlerfreund, erschreckt die Öffentlichkeit mit der Zahl von 4,3 Millionen Jobsuchenden - schon im Januar! Mehr noch, Werner Müller, Wirtschaftsminister und Kanzlerfreund, sagt, dass es nur mit mehr Wachstum weniger Arbeitslosigkeit gibt - während momentan das Wachstum immer geringer wird. Ja, wollen denn die beiden der Regierung in die Parade fahren? Nein, das ist Politik. Im Bündnis für Arbeit, also Kanzlers Kungelrunde, kommen sie gerade nicht zusammen, weil alle Seiten bocken. So wollen die Gewerkschaften nicht über beschäftigungsorientierte Tarifabschlüsse sprechen. Wie man sie dazu bewegen kann? Indem, zum Beispiel, einer auf die schrecklichen Zahlen hinweist und ein anderer darauf, dass vom Wachstum keine Hoffnung kommt. Wenn die Gewerkschaften aber Gerhard Schröder als Kanzler behalten wollen - genau: dann müssen sie ihm entgegenkommen. Das haben sich der Kanzler und seine Freunde schön ausgedacht. Bleibt trotzdem die Frage, ob es davon wirklich besser wird.

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