Meinung : Arbeitsüberfluss

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Nein, bei der deutschen Nationalmannschaft braucht man sich keine Sorgen machen, dass der abendliche Absacker an der Hotelbar ausgerechnet am fehlenden Barmixer scheitern könnte. Im luxuriösen Domizil im Berliner Grunewald wird an alles gedacht sein. In anderen Berliner Gastronomie-Betrieben aber sieht es anders aus – da fehlen Hotelfachleute und fremdsprachenkundige Hostessen. Jobmaschine Weltmeisterschaft? In Berlin nur bedingt. Jobs gibt es zwar, doch die Arbeitsagentur sucht immer noch qualifizierte Kandidaten – fast so verzweifelt, wie ein WM-Außenseiter nach einem Torjäger. Dabei sind in der Hauptstadt 297 000 Arbeitslose registriert; mithin genügend Menschen, die einen Job ebenso gut gebrauchen könnten wie eine Chance auf längerfristige Beschäftigung über die WM hinaus. Nur leider haben in Berlin die zahlreich registrierten Interessenten nicht die gewünschten Fertigkeiten. Ganz überraschend kommt die WM freilich nicht, auch nicht für die Arbeitsagenturen. Die werden häufig kritisiert, zweifelhafte Fortbildungen zu finanzieren. Da wäre es nicht zu viel verlangt, zu solchem Großereignis entsprechende Schulungen anzubieten. gn

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