Meinung : Aschenbüttel

DER POLITISCHE ASCHERMITTWOCH

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Vor Tausenden von Bierseideln hat Edmund Stoiber der Wirtschaft richtig einen mitgegeben. Feige sei sie, den Schwanz ziehe sie ein, wenn es um die Reformpolitik gehe – hier spricht nicht der Büttel des Kapitals, sondern der Tribun des Volks, nicht wahr? Richtig ist, dass bei vielen Unternehmern (besser: Managern, weil es so viele nicht mehr sind, die in Deutschland etwas unternehmen) die Neigung besteht, sich die Finger an der Politik nicht schmutzig zu machen. Gedankt wird aber den Politikern ihre Arbeit nicht. Stattdessen müssen sie sich anhören, dass alles nicht (gut) genug sei. Insofern kann es Stoiber ruhig mal krachen lassen. Wie seinerzeit bei dem Neujahrsempfang, als er allen Chefglobalisierern böse riet, die Segnungen des Autoritären in Asien doch auch privat in Anspruch zu nehmen. Dennoch bleibt ein schaler Nachgeschmack: weil nämlich die Politik noch mehr tun muss. Und Stoiber aus leicht durchschaubaren Gründen zum Sozialpopulismus neigt. Ab heute wird gefastet. Hoffentlich auch an Worten. cas

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