Meinung : Auf dem Boden bleiben

apz

Bis gestern durfte man mit einem gewissen Optimismus noch glauben, irgendwann würde die Rechnung aufgehen mit dem privat finanzierten Großflughafen Berlin-Brandenburg. Nun aber sollte man nüchtern erkennen: Daraus wird wohl nichts. Warum das vermutlich so ist? Weil das Bieterkonsortium um die Konzerne Hochtief und IVG auf Zeit zu spielen scheint und damit die öffentliche Hand in eine Verhandlungsphase hineindrücken könnte, in der ein Rückzug aus dem Projekt aus planungsrechtlichen Gründen nicht mehr möglich, obwohl die einzig vernünftige Konsequenz wäre. Das Angebot vom September in Höhe von 50 Millionen Mark für das Recht, den Flughafen bauen und betreiben zu dürfen, war damals als nicht verhandlungsfähig, man könnte auch sagen: dreist, eingestuft worden. Verhandelt wurde doch, leider. Jetzt haben IVG und Hochtief noch einmal draufgelegt. Doch das Gebot bleibt, nimmt man alles zusammen, der berühmte Appel und ein Ei für ein schönes Schnäppchen. Berlin und Brandenburg sollten schleunigst prüfen lassen, wie die beiden Ländern aus diesem "Geschäft" noch aussteigen können. Die Privatisierung des Flughafens sollte die öffentliche Hand von Risiken freihalten. Jetzt sieht es so aus, als blieben ihr die Risiken und den Unternehmen der Profit.

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