Meinung : Auf dem Weg zum Finale

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Von Jochen Dohm

WO IST GOTT

Wenn wir an den Start gehen, atmen wir tief durch. Denn es ist wichtig, genügend Kräfte getankt zu haben, um ans Ziel zu kommen. Auch am Bundesliga-Start richten wir den Blick auf das Ziel. Damit ist nicht das letzte Saisonspiel gegen Bayern München gemeint, sondern ein gestecktes Ziel. Das kann heißen: dritter Pokalsieg, Qualifikation für internationale Spiele, endlich Deutscher Meister oder ein Weiterkommen in dieser Saison. Mir geht es um Wegmarkierungen, die für diese Start-Ziel-Strecke wichtig sind. Zunächst die Vorbereitung: Training dient dem Aufbau körperlicher Kraftreserven, ist die Tankfüllung für den Start. Zwischendurch muss man aber auftanken. Es ist notwendig für Körper und Seele der Spieler, ja, für alle Beteiligten, Pausen einzulegen. Die Kraftzufuhr ist der christliche Glaube.

Wenn Gerald Asamoah erzählt, dass er den Tag mit einem Gebet beginnt und beendet, quasi umrahmt, dann ist das seine Ausrichtung auf das Ziel. Immer mehr Fußballspieler bekennen sich zum christlichen Glauben. Das Erreichen des Zieles ist nicht nur von den eigenen Vorgaben bestimmt. Gott begleitet die Spieler, so dass sie ihren Beitrag leisten können. Der Glaube hilft, weil er vom christlichen Miteinander, von Brüdern und Schwestern spricht. Denn das bedeutet, dass wir in einer engen und verantwortlichen Beziehung den Weg miteinander gehen. Wenn wir uns in der Kapelle zum Tanken treffen, sind die Gebete und Lieder nicht nur gute Ratschläge, sondern die Verbindung zu Jesus.

Ich wünsche uns allen einen guten Weg. Vom Bundesliga-Start zum Ende der Saison. Und darüber hinaus. Dass wir immer wieder den Segen Gottes fühlen, spüren, dass er uns Kraft gibt und wir so miteinander Wege gehen können, die wir als ein Teilziel zum ganz großen Ziel entdecken. Amen.

Pfarrer Jochen Dohm sprach in der Arena-Kapelle auf Schalke zur Eröffnung der Bundesliga-Saison.

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