Meinung : Auf Droge

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Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung heißt Sabine Bätzing. Das an sich ist schon eine Nachricht, denn viel mehr Nachrichten sind mit ihrem Namen nicht in Verbindung zu bringen – zumindest was den erfolgreichen Nichtraucherschutz angeht. Ihre Drohungen, das Qualmen in Restaurants und Gaststätten zu verbieten, verpufften an fehlender Zuständig- oder Durchsetzbarkeit. Neuerdings beschränkt sie sich darauf, den viel zitierten Flickenteppich zu verdammen, sollten die Bundesländer beim Nichtraucherschutz zu unterschiedlichen Regelungen kommen. Beeindruckend. Jetzt lässt Bätzing prüfen, ob das Rauchen im Auto verboten werden kann. Wohlgemerkt unabhängig davon, ob Kinder auf der Rückbank sitzen oder der Fahrer ein alleinstehender Handelsreisender auf Dienstfahrt ist. Bätzing sollte den Verwaltungsaufwand ihres Plans gleich für die Prüfung nutzen, ob nicht auch das Dauerhocken auf Toiletten, Nasepopeln oder übermäßiges Fingernägelkauen bei gleichzeitigem Faulenzen der Gesundheit abträglich sind und damit verboten gehören. Irgendwie wird man den Eindruck nicht los, die Drogenbeauftragte hat schlechtes Haschisch geraucht. lha

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