Meinung : Auf fremden Kontingenten

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Das Leitmotiv des heutigen Tages stammt von Rudi Völler. „Wenn man auf einem fremden Kontingent ist“, hat er gesagt, „dann ist es gut, wenn man mal zwei Tage rauskommt.“ Besonders gut, so möchten wir anfügen, ist es, bei dieser Gelegenheit auch Kontakt zu den Menschen zu suchen, denn das bringt unkontingentierte Erfahrungen. George „Dubya“ Bush hat in Brasilien eine solche Erfahrung gemacht. „Was denn“ , sagte er dem Präsidenten verdutzt, „Sie haben hier auch Schwarze?“ Diese Wissenslücke muss gerade uns Deutsche schadenfroh machen, denn unser eigener Bush, Bundespräsident Heinrich Lübke, war sich ja seinerzeit der Anwesenheit von Schwarzen stets bewusst, wie seine formvollendete Anrede „Mein Damen und Herren, liebe Neger“ zeigte. Andererseits fragen wir uns, warum eine brasilianische Zeitung Bushs Lapsus erst jetzt berichtet, obwohl er doch längst im Internet stand. Hat der Präsident aufgehört, Unsinn zu reden? Oder handelt es sich um eine Intrige, die auf ein WM-Spiel Brasilien-USA zielt? Heimtückisch! Die Amerikaner mögen es mit Rudi Völler halten: „Man muss aus dem Negativen das Positive ziehen.“

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