Meinung : Auf Steinen durch die Talsohle

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Verdammt schwer, der Konjunktur auf der Spur zu bleiben. Wo ist sie gerade, und wo will sie hin? Der Aufschwung befinde sich in den Startlöchern, heißt es bei dpa. Verwirrend, da ein Aufschwung ja traditionell eher an einer Reckstange gelingen wird, während er an Startlöchern, selbst wenn er aus diesen glatt herauskommt, unweigerlich zur Bauchlandung führen muss. Vor allem: Was liegt hinter den Löchern? Da ist keine Sprintstrecke, aber es könnte der ersehnte Wachstumspfad sein, doch der ist, wie alle Experten einstimmig sagen, ein steiniger Weg, der sich zum schnellen Laufen kaum eignet, vor allem, wenn die Talsohle bereits durchschritten sein sollte. Überdies muss die stolpernde Konjunktur immer damit rechnen, dass die Zentralbank auf die sog. monetäre Bremse tritt, was heftiges Schleudern mit anschließendem Wiederabschwung zur Folge hätte, womöglich in die Startlöcher zurück. Da aber steht schon der Kanzler und schwingt die gefürchtete Rezessionskeule, nein, es ist nur der Stagnationshammer, den er „mit Trippelschritten in viele verschiedene Richtungen“ (Westerwelle) rotieren lässt, ohne von der Stelle zu kommen. Da eilt ein Fußballexperte zu Hilfe, ja Herr Stevens? Die Null muss stehen? Hilft hier auch nichts: Das ist ja gerade das Problem des Kanzlers.

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