Meinung : Aufbruch ohne Angst

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Was Union und SPD nicht zustande bringen – die evangelische Kirche macht es vor: So wird reformiert. Die Veränderungen, die die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) vorhat, werden viele Protestanten als Zumutung empfinden. Das Denken in Kategorien von Effizienz, Qualitätsstandards und Auftragsorientierung entspricht so gar nicht der Mentalität, wonach der Herr es schon richten werde. Ohne den Mut, Tradiertes aufzugeben, auch wenn man nicht genau weiß, was die Zukunft bringt, ist jedoch kein Aufbruch möglich. Das wissen zwar auch die Regierenden. Und trotzdem haben sie eine Gesundheitsreform verabschiedet, die nur Details korrigiert – aus Angst, sich anzulegen. Auch die EKD rechnet mit großem Widerstand gegen ihre Reformpläne. Aber sie hat den Mut, dafür zu streiten. Denn anders als die Politik hat sie eine Vision, wo es hingehen soll: zurück zum Eigentlichen, zur Verkündigung des Evangeliums. Nur wer sich ändert, bleibt sich treu. Schade eigentlich, dass nur die evangelische Kirche erkennt, wie wahr das ist. clk

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