Meinung : Aufgelegt

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Die Skeptiker haben Recht behalten. Als 2005 der taiwanesische Hersteller BenQ die Handysparte von Siemens übernahm, sprach der Münchner Konzern von einer idealen Ergänzung beider Partner. Schon damals mahnten viele, BenQ könnte an der großen Aufgabe scheitern, die deutschen Werke erfolgreich zu machen. Schließlich war das Siemens über lange Zeit nicht gelungen – mit den Handys machte der Konzern jeden Tag eine Million Euro Verlust. Erstaunlich ist nur, dass die Asiaten den Versuch so schnell aufgeben. Noch herrscht große Unsicherheit über die Zukunft der beiden Werke in Deutschland. Für den Standort Deutschland war schon der Ausstieg von Siemens eine schlechte Nachricht. Auf der Liste der Megatrends, auf die Siemens-Chef Klaus Kleinfeld den Konzern ausrichten will, fehlt Kommunikation. Das ist ein Fehler. Deutschland verliert in dieser wichtigen Technologie den Anschluss in der Welt. Dabei zeigen die weltgrößten Hersteller Nokia und Motorola, dass es durchaus möglich ist, in Deutschland Handys zu produzieren. vis

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