Meinung : Aufgeschobene Geschichte

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Die „Financial Times“ aus London sieht einen Kurswechsel bei der Irakpolitik der US-Regierung:

Nach einem Sommer der Androhung von einseitigen Maßnahmen und einem Krieg gegen den Irak hat sich US-Präsident George W. Bush nun darauf konzentriert, das Irak- Problem über den UN-Sicherheitsrat zu lösen. Die USA sind inzwischen von der Rhetorik des „Regimewandels“ abgerückt. Dahinter steckt die Erkenntnis, dass ein Handeln der USA ohne wenigstens ein oder zwei Verbündete äußerst riskant wäre. Es könnte zum Ausbruch unkalkulierbaren Hasses gegen Amerika und den Westen führen. Arabische Despoten würden dadurch ermutigt, die Unterdrückung noch zu verstärken. Es ist jetzt wohl an der Zeit, die lange Geschichte des Scheiterns der Nahost-Politik anzupacken. Es wäre schon ein Anfang, wenn dabei das Irak-Problem nicht in Isolation betrachtet werden würde.

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