Meinung : Augenblick mal!

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Bücher! Du liebe Güte. Vor ein paar Jahren haben wir vielstimmig das Ende dieser Kulturform besungen, und nun geht es erst richtig los. Frau Rowling, die HarryPotter-Erfinderin, strebt auf die erste Milliarde zu, und der einzige Deutsche, der es mit dem jungen Herrn Potter aufnehmen könnte, hat nun selbst ein Buch geschrieben. Bescheiden, wie er ist, tritt Boris Becker gerade eine Kampagne los, die nur ein Ziel kennt: das Werk mit dem Titel „Augenblick, verweile doch...“ nach dem Telefonbuch und der Handy-Bedienungsanleitung zum dritten Buch zu machen, das jeder Deutsche besitzt. Ein Auftritt in „Wetten, dass?“, vier Tage Kerner hintereinander – puh. Im Rückblick wirkt selbst der legendäre Londoner Wäschekammer-Sex wie ein Teil eines raffinierten Plans mit dem Ziel, möglichst viel Blödsinn zu machen, damit das Buch schön dick wird. Und alle können was draus lernen! „Die kleine Anna wird beispielsweise erfahren, warum sie mit Nachnamen nicht Becker heißt wie meine Söhne Noah und Elias“, erklärt uns der Autor. Seltsam: Könnte er ihr das nicht persönlich sagen? Egal: Demnächst kriegt er noch eine Talkshow beim Sportsender DSF. Der einzige adäquate Gast steht längst fest: Boris B.

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