Meinung : Aus der Asche

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Der Chef der Berliner CDU, Ingo Schmitt, erinnert an James Bond. Anders als die zahllosen Talkshowfetischisten unter seinen Politikerkollegen arbeitet der Berliner Christdemokrat gern undercover. Die Sanierung der HauptstadtCDU überlässt Schmitt seinem Generalsekretär Frank Henkel und denen, die sich zur Analyse berufen fühlen. Sie sind zwar allesamt nicht gut aufeinander zu sprechen und man bemerkt auch konkurrierende Machtinteressen. Aber sie denken in dieselbe Richtung: weg von der arroganten Wir-sind-die-Partei- der-Wohlfühl-Berliner-Attitüde, hin zu Milieus und Bevölkerungsgruppen, die von der CDU erst noch zu überzeugen sind. Die Begriffe und Kategorien in der Diskussion stimmen, aber die Gefahr besteht, dass die Protagonisten der Debatte nicht miteinander ins Gespräch kommen. So gesehen, wäre ein Parteitag der Desasteranalyse vielleicht nicht falsch – es gibt viele in der Berliner CDU, die zum konstruktiven Streit etwas beizutragen hätten, ohne den Eindruck von Zerstrittenheit zu vermitteln. Die Botschaft konstruktiver Debattierfreude würde Schmitt seine Mission „Nairobi“ zur Töpfer-Überzeugung leichter machen. wvb.

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