Meinung : Aus Erfahrung skeptisch

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Noch Anfang März explodierten Bomben auf Spaniens Autobahnen, jetzt aber soll Schluss sein mit Terror und Mord. Sagt die Eta, die letzte Terrororganisation Europas. Die Eta will Frieden? Schön wäre es. Wer die jüngste Ankündigung auf einen Waffenstillstand ohne Misstrauen interpretiert, ist naiv. Zu oft schon hat die Eta Frieden versprochen, um sich in aller Ruhe zu regenerieren und Nachwuchs zu rekrutieren. Die Skepsis beruht auf Erfahrung. Interessant ist deshalb die Frage, wer die Eta ist. Sie ist längst kein homogener Block mehr, es gibt keinen uneingeschränkten Führer, der für alle spricht, die Eta agiert ähnlich dem islamischen Terror in autonomen Kleingruppen. Hinzu kommt, dass gerade die jüngeren Eta-Leute die radikalsten sind. Spaniens sozialistischer Ministerpräsident Zapatero hat im Vergleich zur konservativen Regierung Aznars intensiv mit der Eta verhandelt, gleichzeitig ist der Straßenterror im Baskenland wieder angestiegen, ausgehend vom Terrornachwuchs. Zapateros Bedingung für einen offenen Dialog war der Gewaltverzicht, aber als Belohnung wird die Eta schon bald hohe Forderungen stellen. ale

Seiten 1 und 2

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