Ausbildungsplätze in Berlin : Jetzt ist die Zukunft

Manche Probleme sind vorhersehbar. Dass es in diesem Sommer in Berlin ungefähr doppelt so viele Abiturienten geben würde wie in normalen Jahren, stand spätestens bei Einführung des Turbo-Abiturs fest. Und viele Abiturienten entscheiden sich inzwischen auch gerne für eine betriebliche Ausbildung. Von der Schule direkt in die Uni – das wollen eben nicht alle. Die Entwicklung gibt’s schon seit einigen Jahren. Deswegen dürfte es eigentlich nicht erstaunen, dass die Turbo-Abiturienten Druck auf den Lehrstellenmarkt machen und in Berlin das Ausbildungsplatzproblem verschärfen. Erstmals seit Jahren ist so die Lehrstellenlücke wieder größer geworden. Man hat nicht das Gefühl, dass der Senat und die Unternehmen der Stadt darauf vorbereitet waren. Die Folgen tragen die jungen Menschen, die auf der Strecke bleiben, weil sie jetzt keine Lehrstelle finden und dann eine Warteschleife drehen müssen. Ihnen hilft der Verweis nicht, dass es in kommenden Jahren die Unternehmen sein werden, die auf der Strecke bleiben, weil sie wegen des demografischen Wandels keine Auszubildenden mehr finden. Für die Schulabgänger beginnt die Zukunft jetzt. sik

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