Meinung : Bafög-Novelle: Weniger Inder, mehr für Kinder

Mit der Bafög-Reform werden wieder mehr Studenten mehr Geld bekommen. Das ist ein deutlicher Schritt voran - auch, um wieder mehr Kinder aus ärmeren Elternhäusern für ein Studium zu gewinnen. Zugleich wird damit auf längere Sicht dem oft beklagten Fachkräftemangel in der Wirtschaft abgeholfen. Eine Investition für den Arbeitsmarkt ist die zusätzliche Bildungsmilliarde allemal. Die Bundesrepublik soll nicht auf Dauer darauf angewiesen sein, gute Arbeitskräfte aus dem Ausland zu importieren. Darin sind sich alle Fraktionen im Bundestag einig. Zugleich entlastet die rot-grüne Bundesregierung die Familien. Das war nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts nötig. Es hilft Familien in einer finanziell besonders belasteten Phase, denn meist durchlaufen mehrere Kinder gleichzeitig ihre Ausbildung. Das Kindergeld wird künftig nicht mehr auf das Bafög angerechnet. Das Bafög wird dann nicht mehr sinken, wenn die Bundesregierung zur weiteren Entlastung der Familien das Kindergeld weiter erhöht - wofür vieles spricht. Bei der Bedürftigenförderung hat Rot-Grün den Bafög-Kahlschlag der Regierung Kohl nun kompensiert. Was weiter fehlt, ist eine Modernisierung der Förderung für alle Studenten. Dass die jungen Erwachsenen noch immer hauptsächlich durch Steuerentlastungen für die Eltern gefördert werden, ist überholt.

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