Belohnungen : Auf Verrat gesetzt

Die hohen Summen für Hinweise auf die Täter sollen die Zungen in der Szene lockern. Jörn Hasselmann meint, der Volksmund spricht nicht umsonst von Kopfgeld.

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Geld stinkt nicht. Wenn die Polizei nicht mehr weiterkommt, setzt sie für Hinweise auf die Täter eine Belohnung aus. Die Höhe der ausgelobten Prämien richtet sich nur zum Teil nach der Schwere des Delikts. 2000 Euro für einen Messerstecher sind ebenso in Ordnung wie 5000 für einen Mörder. Und ebenso gut angelegtes Geld sind 10 000 oder 20 000 Euro für einen Linksextremisten, der Autos anzündet. Denn bei diesem Delikt sind nicht brave Bürger die Zielgruppe, die einen Hinweis oder eine Beobachtung melden. Diese hohen Summen sollen die Zungen in der Szene lockern, der Volksmund spricht nicht umsonst von Kopfgeld. Das höchste waren wohl die 25 Millionen Dollar auf Osama bin Laden. Dass die jüngste Belohnung in Höhe von 10 000 Euro im Fall des von Linksautonomen angezündeten Autohauses nicht wie üblich vom Polizeipräsidenten ausgesetzt wurde, sondern offensichtlich auf „Anregung“ zweier SPD-Senatoren an die Staatsanwaltschaft – geschenkt. Geld stinkt auch im Wahlkampf nicht. Die Ermittler müssen auf Verrat setzen, anders ist den linken Zündlern überhaupt nicht mehr beizukommen. Gerne erinnert man sich im Präsidium an das türkische Ehepaar, das vor Jahren seinen Enkel auf einem Fahndungsplakat als Kreuzberger Mai-Randalierer wiedererkannte – und anzeigte.

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