Berlin II: Kriminalität : Mit Sicherheit

Der internationale Polizeiaustausch steht momentan nicht hoch im Kurs. Dennoch ist Berlins Innensenator Frank Henkel dafür zu loben, dass er die Hand in Richtung unserer entfernteren osteuropäischen Nachbarn ausstreckt. Seine Initiative, bulgarische und rumänische Polizisten einzuladen, auf dass sie sich mit ihren Berliner Kollegen austauschen, ist so praxisnah wie überfällig. Denn wenn es stimmt, dass die enorme Zunahme an Straftaten und vor allem bei Wohnungseinbrüchen primär auf reisende Täter aus jenen Ländern zurückgeht, ist es höchste Zeit, dass Berlins Polizei sich mit ihren ausländischen Kollegen vernetzt. Eigentlich verwunderlich, dass es erst jetzt dazu kommt. Einen ähnlichen Pragmatismus wünscht man sich jetzt auch noch bezüglich der anderen Erkenntnisse, die sich aus den aktuellen Polizeistatistiken ergeben. Und dazu eine Entschlossenheit, der alltäglichen Kriminalität ebenso hart zu begegnen wie im vergangenen Jahr der aus politischen Gründen zur Chefsache erklärten Autobrandstiftung. Auf dass die Einschätzung der Polizeipräsidentin, es gebe hier „keine No-go-Areas“, irgendwann auch das Alltagsgefühl der Berliner wiedergibt. lvt

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