Berliner Aktionstage II : Raus aus den Kartoffeln

Das Probejahr an den Berliner Gymnasien soll nach dem Willen der SPD-Abgeordnetenhausfraktion nun doch eingeführt werden. Vermutlich. Selten ist eine bildungspolitische Maßnahme so fahrlässig und so gegen das Votum der Fachleute durchgedrückt worden.

Das Probejahr an den Berliner Gymnasien soll nach dem Willen der SPD-Abgeordnetenhausfraktion nun doch eingeführt werden. Vermutlich. Ganz genau weiß man es nicht, das Meinungsbild ist schwankend, der oben erwähnte Stand der Dinge ist der derzeitige – und der ist schlecht. Die Bildungsexperten der regierenden Linken und der SPD haben sich dagegen ausgesprochen, der Landeselternausschuss und der Rat der Bürgermeister auch, die Opposition sozusagen qua Amtes. So vernünftig andere Revisionen der bisherigen Planung sind, wie die Stärkung des Elternwillens und das Auswahlrecht der Schulleiter, das Probejahr kann zur Quälerei und zur großen psychischen Belastung für jene Kinder werden, denen dann nach zwölf Monaten gesagt werden muss, dass es eben doch nicht reicht für das Gymnasium. Diese Regelung ist unmenschlich. An den familiären Dramen, die sich daraus ergeben können, werden die sozialdemokratischen Abgeordneten ein gerüttelt Maß Mitschuld tragen. Selten ist eine bildungspolitische Maßnahme so fahrlässig und so gegen das Votum der Fachleute durchgedrückt worden. Kompetenz sieht wahrlich anders aus. apz

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