Berliner Arbeitsmarkt : So gut wie 1991

Boomtown Berlin. Ost-West-Drehscheibe und Dienstleistungsmetropole – von nun an geht’s bergauf. So war das Anfang der 90er Jahre, klasse Stimmung in der vereinten Stadt. Doch dann drifteten Anspruch und Wirklichkeit auseinander, und aus der Hauptstadtmetropole wurde die Arbeitslosenhauptstadt. Die Wirkung des Zusammenbruchs der Industrie war unterschätzt worden, kein anderes Bundesland hatte dann über Jahre so erbärmliche Wachstumsraten und Arbeitslosenzahlen. Das ist vorbei, die Arbeitslosigkeit ist auf den Stand von 1991 gefallen. Die Industrie hat sich erholt, ist innovativer und enger mit der Wissenschaft verzahnt; Touristen und Kreative kommen in die Stadt, die für Kongresse und Messen attraktiv ist und sowieso für alle, die mit Politik zu tun haben. Die berüchtigte Bürokratie ist nicht mehr ganz so schlimm, Behörden definieren sich zunehmend als Dienstleister. Das gilt auch für die Institutionen, die für die Wirtschaftsförderung gedacht sind und die sich nach diversen Fusionen nun endlich auf die Entwicklung der Firmen konzentrieren können. Wenn auch noch das größte Infrastrukturvorhaben abgeschlossen ist und der neue Flughafen sein Potenzial entfaltet – dann kann es nur noch aufwärtsgehen. alf

Seiten 1 und 15

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