Berliner CDU : Rechthaber unter sich

So ganz verstanden haben sie es immer noch nicht in der Berliner CDU. „Endgültig rehabilitiert“ sei der ehemalige Justiz- und Verbraucherschutzsenator Michael Braun, tönt Generalsekretär Kai Wegner. Nichts sei geblieben von den Vorwürfen, Braun habe in rechtlich unerlaubter Weise als Notar am Verkauf von Schrottimmobilien mitgewirkt. Das sind Erklärungen, mit denen schon Wegners Vorgänger, Bernd Krömer, Braun verteidigt hatte, als der im Dezember 2011, kaum ernannt, mit dem Vorwurf konfrontiert worden war, er habe an der Veräußerung von Schrottimmobilien mitgewirkt. Krömer erklärte, Braun werde mit einer „Kampagne“ überzogen und belegte mit zehn Argumenten, der Notar Braun habe sich juristisch korrekt verhalten. Doch darum ging es nie. Braun hatte sich nicht als Jurist, sondern als Verbraucherschützer unglaubwürdig gemacht, weil er sich in einer namhaften Zahl von Beurkundungen nicht dafür interessiert hatte, wessen Geschäfte er abwickelte. Beim Verbraucherschutz geht es um Rechte, Moral und Vertrauen. Senator Braun war kaum entlassen, da legte sein Nachfolger Thomas Heilmann eine Checkliste für sicheren Immobilienkauf vor. wvb.

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