Berliner Flughafen : Mehr als ein Beiname

Nun wissen wir endlich, wie der künftige internationale Flughafen für Berlin und Brandenburg in Schönefeld heißen wird: Ganz banal „Flughafen Berlin-Brandenburg“. Es wird keinen „Willy-Brandt-Flughafen“ oder „Flughafen Willy Brandt“ geben. Das wäre ein großer Wurf gewesen.

Klaus Kurpjuweit

Großartig! Nun wissen wir endlich, wie der künftige internationale Flughafen für Berlin und Brandenburg in Schönefeld heißen wird: Ganz banal „Flughafen Berlin-Brandenburg“. Damit man das auch in Ulan Bator in der Mongolei versteht, wohin immerhin schon jetzt eine der raren interkontinentalen Verbindungen aus Berlin führt, gibt’s für die internationale Vermarktung zusätzlich den Begriff „Berlin Brandenburg Airport“. Und zu allem kommt noch der Beiname „Willy Brandt“. In welcher Form, weiß man allerdings bisher nicht. Ob der ehemalige Regierende Bürgermeister und Bundeskanzler offiziell im Flughafennamen enthalten sein wird, wie Konrad Adenauer in Köln/Bonn oder ob es bei Hinweisschildern an der Autobahn bleibt, wie bei Franz Josef Strauß in München, steht noch nicht fest. Wie so oft in Berlin und Brandenburg hat man wieder nur ein bisschen entschieden und will jetzt sehen, wie man den Beschluss auch umsetzen kann. Fest steht nur: Es wird keinen „Willy-Brandt-Flughafen“ oder „Flughafen Willy Brandt“ geben. Das wäre ein großer Wurf gewesen. Ein bisschen „Willy“ ist nicht nur halbherzig, sondern schäbig.

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