Berliner Sparmaßnahmen : Ende mit Vorsorge

Bad news are good news, lautet eine englische Weisheit zur Auflagenrelevanz von Nachrichten, die durch Berlins Finanzsenator Thilo Sarrazin eine zusätzliche Dimension gewonnen hat. Denn seine Sparvorgaben konnten immer nur dann aufgehalten werden, wenn irgendwo in Deutschland oder Berlin ein Unglück passierte. So retteten die „bad news“ über die Bluttat von Erfurt im Jahr 2002 einige Berliner Schulpsychologen vor der Abwicklung. Und es waren die schlechten Pisa-Nachrichten, die dazu führten, dass Berliner Schüler wieder mehr Unterricht bekamen. Die Freude über derartige „good news“ hält sich allerdings in Grenzen, wenn man daran denkt, was in dieser Stadt alles abgewickelt wurde, weil nicht im richtigen Augenblick ein Unglück passierte. Und so konnte es dann geschehen, dass unter Rot-Rot 140 Jugendeinrichtungen wegfielen, 160 Millionen Euro bei den Erziehungshilfen gestrichen wurden und dass es nicht mehr genug Kinderärzte für die primitivsten öffentlichen Vorsorgeuntersuchungen gibt. sve

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