Meinung : Berliner Spendenaffäre: Ein gute Nachricht für Landowsky

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Die West-Berliner Seilschaften funktionieren wirklich ganz hervorragend. Diepgen und Landowsky in großer Not? Da greifen selbstverständlich auch die Grünen ein, um ihre Lieblingsfeinde aus alten Tagen über die Zeit bis zur nächsten Wahl zu retten. Gerade haben sie SPD und PDS Gespräche über eine Senatsbildung ohne die CDU angeboten. Das allerdings hätten sie schon lange haben können. Aber bisher lehnten die Grünen ein solches Bündnis ab, weil die PDS (noch) nicht reif für die Regierung sei. Ist die PDS von heute eine andere als vor einem Jahr? Oder hat die CDU-Affäre den Senat in eine Krise gestürzt? Weder das eine, noch das andere. Die PDS ringt noch immer mit sich selbst. Und der Senat regiert langweilig, aber leidlich erfolgreich. Das Angebot nutzt deshalb erstmal nur Diepgen und Landowsky. Die SPD sieht sich gezwungen, zwischen PDS und CDU zu entscheiden - und hat doch keine Wahl. Zu schillernd ist die PDS, viel zu riskant ein Wechsel, noch zu klein der Skandal. Die Jüngeren in der CDU müssen weiter warten, weil die Partei, von außen bedroht, Geschlossenheit und Stärke zeigen muss. Schließlich haben die Grünen mit dem Angriff auf die CDU auch die feinen schwarz-grünen Kontakte in der zweiten und dritten Reihe gekappt. So bleibt alles beim Alten. Vorerst jedenfalls.

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