Berliner Wirtschaftssenatorin : Auf der Suche

Schwer zu sagen, wie weit die Demontage der Sybille von Obernitz fortgeschritten ist. Über die Wirtschaftssenatorin kann man in der Berliner CDU jede Meinung hören. Manche Mitglieder der Partei, die von Obernitz in den Senat geschickt haben, sind fertig mit der Frau, die keine Zeit hatte, um Landes- und Parteipolitik gleich zu verstehen. Andere hoffen auf irgendeine Art von Einsicht bei einer Nicht-Politikerin, der die Gabe verbindlicher wie gut verkäuflicher Kommunikation nicht gegeben ist – ganz im Gegenteil zu ihrer Fähigkeit, sehr entschieden und ohne Rücksicht auf politische Kollateralschäden zu entscheiden. Im politischen Betrieb, der Fehler selten und deren Wiederholung nie verzeiht, wirkt solche Hoffnung auf Einsicht und Selbstveränderung einer politischen Freundin wie der Versuch, ein bisschen Zeit zu gewinnen. Zeit, die der Landesvorsitzende Frank Henkel brauchen wird, um sehr diskret zu ermitteln, wer vielleicht ein wenig besser in die Landschaft passt als die ehemalige IHK-Führungskraft. Das ist kein leichter Job in einer Stadt, in der ambitionierter Nachwuchs stets auch die Bundespolitik im Blick haben kann, wenn er an Karriere denkt. Das wiederum verlängert für Sybille von Obernitz die Zeit. wvb.

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