Berlins freie Schulen : Ein Signal

Schirmherrschaften kosten weder Zeit noch Geld. Sie sind ein Signal des Wohlwollens und der Zustimmung. Genau dieses Signal wollte Berlins Bildungssenatorin Sandra Scheeres offenbar vermeiden, als sie sich jetzt weigerte, dem Tag der Freien Schulen als Schirmherrin zu dienen. Das passt zu ihrer Zugehörigkeit zur SPD-Linken und illustriert, was „links“ im Schulbereich bedeuten kann, wenn man schon keine Gymnasien abschaffen darf – eine willkommene Ausdrucksmöglichkeit einer bestimmten Gesinnung. Nicht nur ein Signal, sondern eine handfeste Kriegserklärung wäre es hingegen, wenn Berlin die Zuschüsse für freie Schulen einschränken würde. Schon jetzt erhalten sie vom Land nur rund zwei Drittel ihrer Ausgaben erstattet. Künftig drohen aber zusätzlich Einschnitte bei der Anschubfinanzierung. Neugründungen wären dann fast unmöglich, denn die Eltern müssen in einem solchen Fall jahrelang den ganzen Schulbetrieb aus eigener Tasche finanzieren. Das können sich die wenigsten leisten, und genau das weiß der SPD-geführte Senat, dem der steigende Anteil der freien Schulen schon lange ein Dorn im Auge ist. Die rot-rote Landesregierung in Brandenburg hat vorgemacht, wie man die freien Schulen aushungert. Mal sehen, ob das auch mit Rot-Schwarz geht. sve

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