Berlins Immobilien : Teurer kann helfen

02.08.2012 00:00 Uhrvon
Überall in Berlin - hier in der Linienstraße in Mitte - werden Wohnungen gebaut und verkauft. Besonders gern im gehobenen und Luxussegment. Foto: dpa
Überall in Berlin - hier in der Linienstraße in Mitte - werden Wohnungen gebaut und verkauft. Besonders gern im gehobenen und Luxussegment. - Foto: dpa

Wie gefährlich die Blase ist, die auf dem Berliner Immobilienmarkt angeblich heranwächst, wissen die Wirtschaftsforscher selber nicht. Ob sie überhaupt eine ist. Fest steht: Die Entwicklung hat ihr Gutes. Ein Kommentar.

Eigentlich sind steigende Immobilienpreise in Berlin eine gute, ersehnte Nachricht. Es gibt wieder mehr Menschen, die Geld in der Stadt lassen wollen und können. Der Wohlstand steigt. Trotzdem – und das ist in Berlin die gängigere Meinung – sind steigende Immobilienpreise gefährlich für das soziale Gefüge der Stadt.

Steigende Mieten in angesagten Lagen haben dazu geführt, dass ganze Kieze binnen weniger Jahre ihren Charakter verändern. Der Markt schiebt Geringverdiener in billigere Randlagen ab. Um diesem Trend etwas entgegenzusetzen, muss der Senat bezahlbaren und trotzdem attraktiven Wohnraum schaffen.

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Wohin führen ihrer Meinung nach höhere Mieten und Gentrifizierung?

Ganz falsch wäre es aber, jede Form der Erneuerung zu verteufeln. Gentrifizierung bedeutet auch Fortschritt. Diese geschundene Stadt, die noch immer unter den Jahren der Teilung und ihrer Deindustrialisierung leidet, muss ein nachhaltiges Geschäftsmodell finden. Dazu gehören Menschen mit Geld. Wie gefährlich die Spekulationsblase wirklich ist, die auf dem Berliner Immobilienmarkt angeblich herangewachsen ist, wissen die Wirtschaftsforscher selber nicht so genau. Jedenfalls erwarten sie keine drastisch fallenden Preise.

Noch ist das Preisniveau weit von dem in München entfernt, von London, New York oder Tokio ganz zu schweigen. Und ein Gutes hat die Entwicklung: Endlich wird auf Berlin gesetzt!

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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