Berlins Polizeipräsident : Was lange währt

Wenn der Wurm drin ist, kriegt man den nie wieder raus, klagte der ehemalige SPD-Innensenator von Berlin, Ehrhart Körting. Er muss es wissen. Körting war verantwortlich, dass die Suche nach einem Polizeichef durch Pleiten, Pech und Unvermögen zum Fiasko wurde. Einen klaren Strich zu ziehen, war eine richtige Entscheidung des neuen CDU-Innensenators Frank Henkel. Und aus schlechtem Gewissen wird in der SPD nur leise gemurrt, wenn der Job nicht mehr ausgeschrieben, sondern der nächste Polizeipräsident handverlesen wird – und dazu ein CDU-Parteibuch hat. Schließlich weiß die rot-schwarze Koalition, dass sie endlich anfangen muss bei den vielen Baustellen. Mit dem Chef der Bundespolizei in Berlin, Klaus Kandt, der den Job bislang nie wollte, könnte nun ein Fachmann ins Amt kommen, der sich in der Millionenstadt auskennt und innerhalb der Behörde Wertschätzung genießt. Das ist mehr, als man noch erwarten durfte, und für Henkel wäre es der erste Erfolg. Denn die Polizei sollte sich schleunigst wieder in Ruhe mit steigender Kriminalität und dem krawallträchtigen 1. Mai beschäftigen – statt mit Personalien in eigener Sache.gn

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