Berlins Wirtschaft : Konjunktivkonjunktur

Schlechter wird es nun nicht mehr für die Wirtschaft in der Hauptstadt. Das ist aber auch alles, was für die Berliner Konjunktur derzeit als gesichert gelten kann.

Carsten Brönstrup

Schlechter wird es nun nicht mehr für die Wirtschaft in der Hauptstadt. Das ist aber auch alles, was für die Berliner Konjunktur derzeit als gesichert gelten kann. Die Unsicherheit bleibt groß, obwohl die Unternehmen nun erstmals seit langer Zeit in einer Umfrage wieder mehr Zuversicht bekunden. Entscheidend ist, wie sich der Arbeitsmarkt entwickelt: Kommt im Winter eine Entlassungswelle, geht mit den Jobs auch die Kaufkraft der Bürger verloren. Das würde nicht nur den Einzelhandel treffen, sondern es würden ebenso die für die Stadt so wichtigen Dienstleister als Konjunkturstütze erst einmal ausfallen. Sollte es so kommen, wäre Berlin beim Aufschwung wieder nur ein Zaungast: Während andere Regionen in der Bundesrepublik dank des besseren Exportgeschäfts wieder auf ansehnliche Wachstumsraten kämen, müsste Berlin dahindümpeln. Denn die Industrie, die andernorts ihre Produkte in alle Welt verkauft, steht in der Hauptstadt nicht einmal für ein Fünftel der Wirtschaftsleistung. Alles wie gehabt also – es sei denn, der Senat würde seine Strategie ändern und nicht nur auf Gesundheit, Forschung und Dienstleistungen setzen. Sondern er würde stärker auch den produzierenden Betrieben zur Seite springen.

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