Berlins Wohnungen : Mantra, Markt, Mieten

Ein Mantra ist eine schöne Sache. Je öfter es wiederholt wird, desto mehr glaubt man an seine Zauberkräfte und desto ruhiger wird man.

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Das Mantra der Berliner Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, lautet: „Es gibt keine Wohnungsnot.“ Seit der Aufklärung wissen wir aber auch: Fakten können den Glauben erschüttern. Dazu geeignet sind die neuesten Zahlen des mächtigen Wohnungsverbandes BBU. Demnach stehen in neun von zwölf Berliner Bezirken weniger Wohnungen leer, als ein ausgeglichener Markt verträgt. Deshalb steigen die Mieten drastisch. Die BBU-Chefin stimmt zwar in das Mantra der Senatorin ein. Aber das macht sie, weil sie die eigentlich gebotene Regulierung des angespannten Wohnungsmarktes fürchtet wie der Teufel das Weihwasser. Deshalb entstand eine kuriose Allianz aus Sozis und Grundeigentümern, die an der Mär festhält, in Berlin seien Mieten günstiger als anderswo. Hallo?! Auch Einkommen und Sparquoten sind hier am Boden. Politik beginnt damit, sich Problemen zu stellen. Wenn es aber daran schon hapert, müssen neue Kräfte her, aber dalli!

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