Meinung : Beschränkt

„Brennpunktschulen verlangen Numerus Clausus“ vom 17. März

Die Qualität einer Schule misst sich daran, ob es ihr gelingt, die Potentiale ihrer Schüler zur vollen Entfaltung zu bringen. Allein die Gymnasien genießen das Privileg, Schüler abzulehnen bzw. auszusortieren, um dadurch den Notendurchschnitt ihrer Klientel zu heben.

Wer wie jener Kreuzberger Direktor die Probezeit an Gymnasien als „einjährigen Versuch an einem lebenden Menschen" bezeichnet und Eltern mit der Unterstellung abzuschrecken versucht, sie würden ihr Kind nicht lieben, wenn sie gegen seinen Rat ihr Kind an seiner Schule anmelden – wer als Pädagoge so argumentiert, stellt sich selbst ein Armutszeugnis aus. In der Tat macht es Sinn, über den Wegfall der Probezeit nachzudenken und als Besonderheit des Gymnasiums unter den weiterführenden Schulen lediglich den verkürzten Weg zum Abitur anzubieten.

Eberhard Welz, Berlin-Steglitz

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