Beschränkung von Manager-Boni : Kleiner ist größer

Die gierigen Banker und die Millionen, mit denen sie sich die Taschen voll machen, selbst nach den Erschütterungen der Finanzkrise – dieses Thema ist ein echter Aufreger, wunderbar geeignet für die heiße Wahlkampfphase.

Die gierigen Banker und die Millionen, mit denen sie sich die Taschen voll machen, selbst nach den Erschütterungen der Finanzkrise – dieses Thema ist ein echter Aufreger, wunderbar geeignet für die heiße Wahlkampfphase. Glaubt man Finanzminister Peer Steinbrück (SPD), entscheiden sich an diesem Thema Erfolg und Misserfolg der neuen, weltweiten Regeln für Börsen und Banken, die eine neuerliche Finanzkrise verhindern sollen. Es ist gut, dass er nun mit diesem Vorstoß beim Treffen mit seinen Ressortkollegen aus den großen Industrie- und Schwellenländern nur wenig Erfolg hatte. Sicher, mit einer zügellosen Boni-Kultur haben die Banken ihre Leute erst dazu angestachelt, völlig unkalkulierbare Risiken einzugehen. Dass die Staaten hier aktiv werden, schadet nicht. Der Kern der Krise ist aber ein anderer: Die Finanzinstitute dürfen in Zukunft nicht mehr so groß werden, dass Regierungen im Fall einer Schieflage gar keine andere Wahl haben, als sie mit Dutzenden Steuermilliarden zu retten. Auf dem Pittsburgher Finanzgipfel Ende September müssen die G-20 Regeln verabschieden, die dem Streben der Banken nach Größe einen Riegel vorschieben. Darauf sollte Steinbrück seine Energie verwenden – statt auf die Pflege einer Neid-Debatte. brö

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