Meinung : Besser mit Blickkontakt

„Im toten Winkel“ vom 1. Oktober

Es ist eine Horrorvision jeden Kraftfahrers, beim Abbiegen einen Rad- oder Kradfahrer zu übersehen. Sichthindernisse, fehlende Beleuchtung bei Radfahrern oder auch eigene Ablenkung führen immer wieder zu derartigen Situationen.

Vergleicht man die Anzahl der tatsächlichen Unfälle mit der Vielzahl der Situationen, in denen es nicht zu einem Zusammenstoß kommt, relativiert sich die Zahl der Ungücksfälle. Natürlich ist jeder einzelne Unfall einer zu viel und für den Betroffenen häufig eine Katastrophe. Es gäbe aber weniger Unfälle, wenn Zweiradfahrer ein Fehlverhalten der Autofahrer einkalkulieren würden, indem sie Blickkontakt aufnehmen. Stattdessen nehmen Radfahrer ihre Vorfahrt wahr, ohne sich zu vergewissern, dass andere sie auch gesehen haben.

Wolfgang Wiebe, Berlin-Lichterfelde

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