Meinung : Besser wissen

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Gemessen daran, worüber sich die Grünen streiten – ihr Logo –, geht es bei der CSU um Wichtiges: den Vorsitz. Und weil die Partei jetzt auf dem Weg der Transformation ist, endgültig in der Nach-Strauß-und-Stoiber-Ära, kommt es jetzt sicher zu der sogenannten „Kampfabstimmung“. Wie das klingt! Als ob unbotmäßig zwei Kandidaten sich etwas unter den Nagel reißen wollen. Unsinn ist das. Endlich kehrt auch bei der Staatspartei Demokratie ein. Die ist Wettbewerb, der Ideen und der Personen. Richtig demokratisch ist, wenn man wählen kann zwischen mehreren Angeboten. Es stimmt wohl, dass die CSU das nicht gewohnt ist, früher wurde immer alles vorher ausgekungelt. Nun müssen sich die 1100 Delegierten – bei einer Sieben-Prozent-Partei bundesweit ein Volkskongress – mit Erwin Huber und Horst Seehofer (in alphabetischer Reihenfolge) befassen. Huber ist der Wirtschaftsliberale, Seehofer der Sozialliberale. Darum wäre es wirklich, zu raten, dass beide Bewerber je einen Zukunftsplan für die CSU vorlegten. Besserwissen auf bayerisch ist noch kein Programm. Und der ganzen Republik bekäm’s besser. cas

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