Betrug im Handball : Hoyzer 2.0

Dass es im Leistungssport allein um Leistung geht, dass der Bessere gewinnt, nicht der besser ausgestattete (oder der besser gedopte), das glaubt keiner mehr so recht.

Außer im Mannschaftssport, der ein Spiel ist. Da werden Teamgeist beschworen und Stars geboren, die Taktik des Trainers bewundert und die Transfers des Managers gelobt. Was aber, wenn auch das nicht die reine Wahrheit ist? Wenn im Fußball gedopt wird, was wissenschaftlich Sinn machen würde? Und wenn im Handball korrupte Schiedsrichter das Spiel entscheiden? Noch fehlen letzte Beweise. Doch die Indizien werden immer erdrückender, bedrückender – sie könnten sich zur größten Betrugsgeschichte seit dem Fußball-Bundesliga-Skandal 1971 und der Wettaffäre um Schiedsrichter Robert Hoyzer 2005 zusammensetzen. Wenn der THW Kiel, der Leuchtturm des deutschen Handballs, tatsächlich Spiele gekauft hat und das Magdeburger Schiedsrichtergespann Frank Lemme und Bernd Ullrich, das als das beste der Welt gilt, tatsächlich bestochen wurde (was die Betroffenen bestreiten), wenn also der Handball an seiner Spitze bestechlich ist – warum sollte dieser Sport noch als Spiel gesehen werden? ide

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