Bettina Wulff : Mit einem Touch von Grace Kelly

Bundespräsidenten-Gattin Bettina Wulff ist eine "German Traumfrau", Stilikone vom Schlag einer Grace Kelly.

von

Was dem einen sin Uhl, ist dem anderen sin Nachtigall, weiß der Volksmund. Oder mal anders gefragt: Fällt einem noch etwas Neues zu Bettina Wulff ein? Wir wissen nun sehr detailliert und schon sehr lange und rauf und runter beschrieben, dass die Gattin des Bundespräsidentin so natürlich ist, so herzerfrischend, so normal, dabei so zupackend und so selbstständig, so ohne Allüren, dafür so mit zwei Tattoos, mit so zwei kecken Tattoos, und so uneitel auch, so voll im Leben und irgendwie auch so patchworkmäßig, so unprätentiös, so verspielt mit ihren und den anderen Kindern auf dem Rasen von Schloss Bellevue, so unabgehoben, so inperfekt, so herrlich inperfekt, dabei – noch mal – so zupackend, das geht aus dem jüngsten „Stern“ hervor, der Bettina Wulff dabei zeigt, wie sie als Schirmherrin der Stiftung „Eine Chance für Kinder“ der 15-jährigen Nathalie demonstriert, wie man Kondome über Penismodelle stülpt, was noch?, ach ja, so bescheiden, so unverkrampft, so locker und sooo cool. Das müsste es gewesen sein, soo herrlich cool. Zu Bettina Wulff fällt einem wirklich nichts Neues mehr ein. Doch! Grace Kelly.

Zumindest ist das dem schottischen Designer Brian Rennie eingefallen. Er sagte der Zeitschrift „Bunte“, dass Bettina Wulff die neue „German Traumfrau“ sei. Und: „Sie hat wirklich Modelmaße mit einem Touch von Grace Kelly.“

Grace Kelly, eine Stilikone aus Großburgwedel. Das ist eine schöne Erfolgsgeschichte. Vorausgesetzt, der Designer geht nicht im nächsten Monat zu „Margriet“, eine Art holländisches Pendant der „Bunten“, und behauptet, Maxima, die Prinzessin von Oranien-Nassau, sei die neue „Netherlands Traumfrau mit einem Touch von Frau Antje“, und im übernächsten zu „Billed-Bladet“ und erhebt dort Mette-Marit zum neuen „Danish dynamit mit einem Touch von lille Havfrue“, der kleinen Meerjungfrau. Andererseits könnten weder Frau Antje noch Lille Havfrue mithalten mit Grace Kelly, waren und werden nie Fürstin von Monaco, wohingegen Bettina Wulff immerhin schon in einem veritablen Schloss wohnt. Was nun Bettina Wulff selber zum Grace-Kelly-Status sagt, ist noch gänzlich unbekannt, es dürfte den Designer indes einigermaßen enttäuschen, dass sie unlängst bekannte, dass es sie kaum einmal ins Grübeln bringt, was sie denn nun heute anziehen könne. Ohnehin gilt bei der Beurteilung von Ästhetik der Volksmund: Was dem einen sin Uhl, ist dem anderen sin Nachtigall. Die einen sagen so, die anderen sooo.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben