BGH-Urteil : Streamen statt tauschen

Es ist so einfach. Musiktitel herunterladen? Ein Kinderspiel. Kein Wunder also, dass Kinder und Jugendliche ihre Musik heute aus dem Netz holen. Weil das so ist, boomen Streaming-Dienste. Auch Apple will hier künftig mitverdienen. Kids und Teens, die bei Spotify oder Apple Musik hören, sind rechtlich auf der sicheren Seite. Anders als diejenigen, die Titel ohne die Erlaubnis des Urhebers downloaden und in Tauschbörsen einstellen. Oder eingestellt haben. Dass sie sich rechtswidrig verhalten, haben viele jedoch früher nicht gewusst – und für dieses Nichtwissen teuer bezahlt. Geschäftstüchtige Anwaltskanzleien haben das Netz nach solch illegalen Tauschgeschäften durchsucht und die Familien mit hohen Schadenersatzforderungen und noch höheren Anwaltsgebühren konfrontiert. Der Gebührenabzocke hat der Gesetzgeber inzwischen einen Riegel vorgeschoben. Und auch um den Schadenersatz kommen Eltern dann herum, wenn sie ihre Kinder gewarnt haben. Daran ändern auch die neuen Urteile des Bundesgerichtshofs nicht. Dennoch sollte die Niederlage der Eltern in Karlsruhe anderen eine Warnung sein. Streamen statt tauschen, so geht Musik heute. hej

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