Meinung : Billigflieger günstig abzugeben

RYANAIR KAUFT BUZZ

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Die Freiheit über den Wolken ist grenzenlos. Fast jeder kann als Passagier einer Billigfluglinie inzwischen für kleines Geld groß rauskommen. Die neuen Konkurrenten der etablierten Fluggesellschaften wie Ryanair und Easyjet haben das Oligopol der Großen gesprengt und den Himmel für alle erschlossen. Für alle? Das kleine Kontingent an echten Billigtickets, die Schnäppchenjäger ergattern können, signalisiert, dass die Kleinen knapp kalkulieren müssen. Und manche haben zu knapp kalkuliert, wie das Beispiel Buzz jetzt zeigt. Die KLMTochter wird für effektiv fünf Millionen Euro von Europas zweitgrößtem Dumpingflieger Ryanair gekauft. Bei dem Schnäppchen konnten selbst die sparsamen Iren nicht widerstehen. Obwohl Ryanair bisher nur aus eigener Kraft gewachsen ist, sammelt die Gesellschaft nun Absturzkandidaten ein, um ihre Passagierzahlen zu vervielfachen. Damit ist die Konsolidierung in der Branche in Fahrt gekommen. Und wieder ist der Ryanair-Chef der Schnellste: Michael O’Leary setzt mutiger als alle anderen auf Nebenstrecken, kleine Flughäfen und eine preiswerte Flotte. Das macht nicht nur den Großen zu schaffen, sondern auch den Billig-Rivalen. Die Freiheit über den Wolken ist für sie doch nicht grenzenlos. mot

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