Meinung : Bis die Büchse fröhlich knallt

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Heute zur Entspannung von der Politik ein paar Worte über unseren Lieblingsadligen, Prinz Charles. Er liebt Camilla, hasst moderne Architekten und reitet für sein Leben gern im roten Rock erschreckten Füchsen nach, über Stock und Stein, bis – peng! – die Büchse fröhlich knallt. Diese Form der Jagd, so possierlich sie uns auch scheinen mag, hat mächtige Feinde, und der Prinz muss um seine Lieblingsbeschäftigung fürchten. So ist Demokratie, könnte man sagen – aber ist dieser Kampf demokratisch? „Wenn wir als Gruppe schwarz oder schwul wären, würden wir nicht schikaniert werden“, schreibt der Spitzenadlige in einem empörten Leserbrief, berücksichtigt dabei freilich nicht, dass es wenig Schwarze und Schwule gibt, die als solche zum organisierten Jagen aufrufen; sie waren früher, soweit wir uns erinnern, eher die Opfer solcher Jagdaufrufe. Superreiche Landwirte mit großen Ohren dagegen sind bislang nirgendwo wirklich diskriminiert worden; dennoch gilt es, den Anfängen zu wehren. Der Prinz sollte testhalber mit schwarz bepinseltem Gesicht zur Jagd antreten, oder aber.. . Ach nein. Das wollen wir Camilla dann doch lieber nicht zumuten.

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