BND-Affäre : Aufklären und reparieren

Kommen einem Geheimdienst geheime Pläne abhanden, ist das peinlich. Gefährlich wird es dann, wenn keiner mehr erfährt, ob es sich um sensible logistische Bereiche oder nur um den Lokus des Geheimdienstchefs handelt. Noch vor einer Woche beschwichtigte BND-Chef Ernst Uhrlau, es handele sich dabei ums Parkhaus, die Technik- und die Energiezentrale. Stimmt das wirklich? Seit wann werden die Pläne vermisst? Und wie konnten überhaupt Pläne des 1,5 Milliarden Euro teuren BND-Neubaus verschwinden? Die Verantwortung für die Sicherheit auf dem Bau hat einzig und allein der BND. Inhaltlich und politisch verantwortlich ist Ernst Uhrlau. Er konnte offensichtlich nicht die höchste Sicherheitsstufe garantieren, der der Bau unterliegen sollte. SPD-Mann Uhrlau muss jetzt der Untersuchungskommission Rede und Antwort stehen, allen voran Günter Heiß, dem Geheimdienstkoordinator der Bundesregierung. Das Parlamentarische Kontrollgremium wartet auf die Ergebnisse und wird sie bewerten. Uhrlau hat bis Ende des Jahres Zeit, aufzuklären und den Schaden für den BND zu reparieren. Erst dann darf sich Uhrlau in den Ruhestand verabschieden. sib

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