Brandanschläge und Entglasungen in Berlin : Neue Taktik der Linksextremen

Der 1. Mai verlief friedlich, doch danach ging es los: Brandanschläge auf S-Bahn, Jobcenter und die Berliner SPD-Zentrale. Damit hat der Innensenator ein Problem, das sich nicht mit massiver Polizeipräsenz regeln lässt.

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Die Berliner SPD-Zentrale im Wedding wurde in der Nacht zum Freitag mit schwarzer Farbe beschmiert. Foto: dpa
Die Berliner SPD-Zentrale im Wedding wurde in der Nacht zum Freitag mit schwarzer Farbe beschmiert.Foto: dpa

Die vom Polizeipräsidenten und Innensenator gefeierte Friedlichkeit des 1. Mai in Berlin dauerte an diesem Tag bis 23 Uhr 46. Dann tauchte ein Trupp Vermummter in der Karl-Marx-Straße auf und zertrümmerte in Sekundenschnelle zahlreiche Schaufenster von Banken und Geschäften. Bei H&M wurde neben die eingeschlagenen Scheiben „Remember Savar“ geschmiert. Savar heißt der Ort in Bangladesch, in dem vor zehn Tagen beim Einsturz einer Textilfabrik 500 Menschen starben. Im Unterschied zur irrsinnigen Brandstiftung Stunden später bei der Bahn wird der Glasschaden bei H&M von der linken Szene als politische Tat akzeptiert. Das Zündeln in Zehlendorf sollte angeblich die „besseren“ Wohngegenden treffen. In linken Internetforen wurde das Bekennerschreiben der Täter so kommentiert: „Nur Arme fahren S-Bahn. Wieso zündet ihr keine Jaguars an?“ In der Nacht zu Freitag ging die linke Randale weiter: Stadtweit wurden Jobcenter entglast, weil „Zwangsumzüge töten“. Polizei und Innensenator haben mit dieser neuen Taktik ein Problem. Demos lassen sich zur Not mit tausenden Beamten in Schach halten. Solche Aktionen nicht.

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